Niedermühle

 

 

Die Niedermühle


Niedern-Callendorb fällt um 1500 für mehrere Jahrzehnte wüst. Die „de Wendts“ gründen dann in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf dem alten Stammsitz der Herren v. Callendorp eine Mühle, die vom Wasser der Kalle angetrieben wird. Ab 1561 ist sie eine lippisch – herrschaftliche Mühle. Seit 1655 bis heute sitzt die Familie Redecker, zuerst als Pächter dann als Eigentümer, auf der Niedermühle.


Die Kalldorfer Schul- und Arbeitsentwicklung


1571 In die neu gegründete erste lippische Landschule in Langenholzhausen müssen auch die Kalldorfer ihre Kinder schicken. Bis 1684 müssen sie diesen beschwerlichen weiten Weg auf sich nehmen, um etwas zu lernen. Ab 1684 werden sie dann in privaten Räumen in Kalldorf unterrichtet, bis 1695 die 1. eigene Schule in Kalldorf auf dem heutigen Grundstück Oberschelp errichtet wurde. Es folgte später ein Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft, die sog. alte Schule (heute Bierbaum auf der Gerkensrode). Die dritte Kalldorfer Schule wurde 1892 ihrer Bestimmung übergeben. Sie dient bis 1958 als Schule und wurde danach zu Mietwohnungen umgebaut. 1958 wird auf dem Daubstein zum 4. und wohl letzten mal eine neue Schule ihrer Bestimmung übergeben. Schon 1969 wird sie wieder geschlossen, seitdem fahren die Kalldorfer Kinder in die verschiedenen Schultypen im Kalletal, Vlotho oder Lemgo.

Die Entwicklung der Arbeitsplätze in Kalldorf

Da die bäuerlichen Höfe häufig zu klein waren (Kötterstellen), benötigte man zum Überleben einen zusätzlichen Verdienst. Deshalb gab es durch die Jahrhunderte in Kalldorf manch vorindustrielles Gewerbe. 1359 gründeten die Herren v. Callendorp die erste lippische Glashütte. Noch heute erinnert der Straßenname „Auf der Hütte“ an diese Zeit.

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