Kalldorf, Juli 2017

Unser Kalldorf - Info des SPD-Ortsvereins


 

 

Sehr geehrte Kalldorferinnen, sehr geehrte Kalldorfer, die Themen dieser Ausgabe sind:

 

  1. 1.  Salz in der Weser: Staatsanwaltschaft Meiningen ermittelt und fordert Akten an. Kalletaler Weserdörfer protestieren weiterhin gegen Umweltverschmutzung.
  2. 2.  Das Artensterben muss ein Ende haben.
  3. 3.  Kalldorfer SPD mit neuer Tradition: Ehrenurkunden für vorbildlichen Einsatz.

 

Zu 1.

 

Salz in der Weser: Staatsanwaltschaft Meiningen ermittelt und fordert Akten an. Kalletaler Weserdörfer protestieren weiterhin gegen Umweltverschmutzung.

Die grüne hessische Umweltministerin Priska Hinz gerät zunehmend unter Druck mit ihrer Erlaubnis an die Kali-Chemie, weiterhin Laugenabwässer in den Boden zu verpressen und in die Werra abzuleiten. Ihre eigene untergeordnete Fachbehörde, das hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Kassel (HLNUG) widersprach jetzt deutlich der Darstellung der Ministerin, die Behörde habe grünes Licht für eine weitere Verpressung gegeben.
Die Ministerin hat also offensichtlich eigenmächtig und gegen das Votum des Fachleute eine Genehmigung erteilt. Sie ist somit in Verdacht geraten, trotz eklatanter Umweltschäden der Kasseler Firma eine Gefälligkeitsgenehmigung erteilt zu haben. Das hat nun die Staatsanwaltschaft Meiningen auf den Plan gerufen. Das thüringische Landeskriminalamt ermittelt nun in Wiesbaden von Amts wegen gegen K+S wegen Gewässerverunreinigung.
Das könnte für die verantwortliche Ministerin gefährlich werden. Wegen der sich zuspitzenden Situation haben sich die Sozialdemokraten der Kalletaler Weserdörfer in der letzten Woche noch einmal mit der Problematik befasst und sich an den SPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Berghahn mit der Bitte gewandt, sich dafür einzusetzen, dass das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen seiner Möglichkeiten Druck auf Hessen ausübt, dass es die Vorschriften der europäischen Wasserrechtsrahmenrichtlinie einhält.
Die Kalletaler SPD will die Bürgerinitiativen, die sich vor Ort gebildet haben, weiterhin unterstützen.

 

Zu 2.

 

Imker, Naturschützer und naturbewusste Bauern gehen auf die Barrikaden. Sie demonstrierten vor dem Büro des Europaabgeordneten Deß (CSU), der kürzlich behauptet hatte, "Der Klimawandel ist die größte Volksverdummung". Es gibt immer noch Interessenvertreter bestimmter Konzerne, die die deutlichen Veränderungen in Feld und Flur nicht wahrnehmen wollen. Dabei wird überall deutlich, dass sich das Artensterben in unserer Natur dramatisch beschleunigt. Durch den flächendeckenden Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat und die überhand nehmenden Monokulturen wird die Natur schwer geschädigt.
Die Kalldorfer SPD geht auf Gegenkurs: Sie ergriff kürzlich die Initiative und sorgte für die Einsaat von mehreren Blühstreifen: Keine Maßnahme zur Ortsverschönerung, sondern Schaffung von Überlebenschance für Bienen, Schmetterlinge und Vögel.
Die Kalldorfer SPD setzt sich darüber hinaus für ein totales Verbot des Umweltgiftes Glyphosat ein, das in großen Mengen auf unsere Felder gespritzt wird.
Bei allem Verständnis für die schwierige Lage der bäuerlichen Landwirtschaft: Das Verbot dieses Pestizids ist alternativlos. Das sehen auch immer mehr Landwirte und Agrarwissenschaftler so. Eine gesetzliche Lösung ist unumgänglich. Die Freiwilligkeit der Landwirte hat nicht nur nicht geholfen, sondern das Bienensterben und den Tod vieler Insekten nicht gestoppt, sondern befördert. Dabei erkennen wir die Bemühungen von einigen Landwirten, die sich um nachhaltiges Wirtschaften bemühen, durchaus an. Verrückte Welt: Unsere großen Städte werden immer mehr zur Heimat von Flora und Fauna. Wir fordern unsere Abgeordneten auf, sich zu engagieren:
"Noch ist es nicht zu spät. Wir nehmen den Kampf an."

 

Zu 3.

 

Schon zum dritten Male haben die Kalldorfer Sozialdemokraten verdiente Mitbürger zu einem Frühstück eingeladen. Sie wollen damit im Dorfe eine neue Tradition begründen.. Kalldorfs SPD-Chef Johannes Bentler: "Kalldorf zeichnet sich durch die große Zahl ehrenamtlich tätiger Mitbürger aus. Wir sehen uns in der Verpflichtung, uns bei ihnen für ihre Leistungen einmal öffentlich zu bedanken." Es waren diesmal aktive Mitbürger aus den Bereichen Sportverein, Kirchengemeinde, Feuerwehr und Dorfverschönerung. Die Feier begann mit einer Gedenkminute für Erwin Schröder, der in der vergangenen Woche verstorben ist und ebenfalls für sein jahrzehntelanges Engagement in Kalldorfer Vereinen hatte geehrt werden sollen. Mit Henning Welslau hatten die Kalldorfer einen Enkel des ehemaligen Salzufler Bürgermeisters und langjährigen Landtagsabgeordneten Heinrich Welslau und heutigem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion als Laudator eingeladen. Er überreichte die geschmackvoll gestalteten Urkunden an die auch heute noch ehrenamtlich Tätigen und ging im einzelnen auf ihr Engagement ein. Es waren dies Anne-Dore Schnülle (Sport), Robert Michalek (Jugendfeuerwehr), Gerda Stienekemeier (Kirchengemeinde) und Willi Diekmann (Pflege öffentlicher Blumenbeete). Bei dem morgendlichen Sonntagsfrühstück machte Johannes Bentler deutlich, dass das Ehrenamtsfrühstück kein einmaliges "Strohfeuer" sein solle, sondern die Kalldorfer SPD wolle damit eine Traditionsveranstaltung schaffen. "An zu Ehrenden", so Bentler, " haben wir in Kalldorf keinen Mangel." "

 

Liebe Kalldorferinnen und Kalldorfer,

sei es, dass Sie schon länger in Kalldorf wohnen oder erst vor Kurzem zu uns gezogen sind Der SPD-Ortsverein Kalldorf bemüht sich seit Jahren, seine Mitbürger mit dem " KALLDORF-INFO" Sie über die Kommunalpolitik und die Aktivitäten der Kalldorfer Sozialdemokraten auf dem Laufenden zu halten. Wir versuchen, Sie möglichst umfassend zu informieren und auf diese Weise Kontakt mit unseren Mitbürgern zu halten. Ratsmitglied Wilfried Gerkensmeier und mich, Hans Bentler, können Sie auch jederzeit ansprechen, wenn Sie Anregungen, Wünsche oder Vorschläge haben oder Ihnen im Dorfe irgendetwas negativ aufgefallen ist. Für Rückmeldungen und Ihre Mithilfe, Kalldorf top und fit zu halten, wären wir dankbar.


 

 

Johannes Bentler   Tel.: 0176 / 340 78 288

Wilfried Gerkensmeier   Tel.: 0173 / 275 36 07


Wenn Sie sich über die Arbeit des SPD-Ortsvereins Kalldorf informieren möchten, finden Sie alles Wissenswerte auch unter: www.spd-kalletal.de oder www.kalletaler-nachrichten.de

bzw. www.kalldorf.de